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Die Geschichte der Klepper Faltboot Werft

klepper Johann

Johann Klepper

(* 1868; † 1949)

Das Faltboot hat eine lange Tradition.

Schon 500 v. Chr. wurden mit „Faltbooten" Waren von Armenien nach Babylon transportiert. Die Bootshäute wurden von mitgeführten Eseln wieder zurückgetragen. (Herodot)

Die Unangan, Ureinwohner der Aleuten, verwendeten nicht zerlegbare Kajaks mit Gerüsten aus Treibholz, Knochen und einer Bespannung aus Tierhäuten. Mit diesen Baidarkas gingen sie auf die Jagd nach Seelöwen. Von Größe und Form her können sie am ehesten als Urahnen der modernen Faltboote gelten.

1651 Erstmals im Jahre 1651 in einer vergilbten Niederschrift in Weimar wurde ein Faltboot erwähnt.
1907

 

Im Jahre 1907 erwarb der Rosenheimer Schneidermeister Johann Klepper die Lizenz von Alfred Heurich, dem Urheber der modernen Faltbootidee, für die Alleinfabrikation des Bootstypen Delphin. Er verwirklichte damit seinen Traum: Ein Boot zum Mitnehmen herzustellen. Aus seiner Idee entwickelte sich ein Unternehmen, das Faltboote auf höchstem Qualitätsniveau für den Verkauf in alle Länder der Welt herstellte.

1919 Im Jahre 1919 gründete er die Johann Klepper & Co. GmbH.
1926 1926 entwickelte Klepper auch eine Anzahl anderer gummierter Artikel wie Gummischuhe und die Klepper-Mäntel die er mit Gummi imprägnierten Stoffen fertigte.
klepper hans 1929 1929 übernahm Hans Klepper das Unternehmen von seinem Vater. Zu der Zeit produzierte das Unternehmen täglich bis zu 90 Boote und 1000 Regenmäntel.
1933-1945

 

Zu Beginn des Dritten Reichs warben die Klepper-Werke noch mit dem Slogan "Fahre fröhlich in die weite Welt, mit Klepper-Mantel, -Boot und -Zelt".

Doch die weitere Entwicklung in Deutschland machte auch vor dem Rosenheimer Unternehmen nicht halt, so endete mit Kriegsbeginn 1939 die Faltbootproduktion. Angehörige der Wehrmacht und der Reichsbahn trugen Mäntel von Klepper.

Klepper Werke 1973 1973 wurde das Unternehmen in die Klepper Bootsbau KG und die Klepper Bekleidungsfabrik KG, heute Klepper Sportswear, geteilt.
1978 Im Jahre 1978 stellten die Klepper-Werke die Produktion der Faltboote ein und es hatte den Anschein, als sei dies das Ende der bis dahin über siebzigjährigen Geschichte
1978 Begann Hermann Siegesmund Walther aufgrund nicht nachlassender Nachfrage, Klepper-Faltboote in Lizenz zu fertigen.
1981 Die Klepper Faltbootwerft H.S. Walther GmbH hat seit April 1981 in Lizenzbau über 10000 Faltboote in verschiedenen Ausführungen gefertigt.
1994 starb Walther, und sein in den USA lebender Sohn verkaufte die Werke an Dr. Henning Isbruch.
1995 Am 14. Oktober 1995 brannten die Produktionsräume an der Klepperstraße bis auf die Grundmauern nieder. Brandursache war ein durchgebranntes Netzgerät einer im Erdgeschoss befindlichen, anderen Firma.
1996 Durch den großen Einsatz aller Mitarbeiter konnte 1996 bereits das erste Klepperboot wieder ausgeliefert werden.
1998 Im Jahre 1998 erfuhr das KLEPPER-Faltboot eine besondere Ehrung: In der Sonderausstellung des Deutschen Museums in Bonn unter dem Begriff „Meisterwerke aus dem Deutschen Museum" wurden die Boote aus Rosenheim eingereiht zwischen dem Motorwagen von Karl Benz und der ersten Elektrischen Eisenbahn von Werner von Siemens. Weitere Infos >
Klepper Logo 2000 Die Verschmelzung der Vorgesellschaft Klepper Faltbootwerft H.S. Walther GmbH auf die Klepper Faltbootwerft AG erfolgte zum 01.07.2000. Die Produktion und die Verwaltung sind auch heute noch in Rosenheim im Klepper Gewerbepark.
KlepperSolarHeck 2008 Für den Zweisitzer kann man seit 2008 zwischen Holz- und Carbongerüst sowie zwischen klassischer Hypalon- oder neuer PU-Haut wählen.

 

 

Das Ergebnis über neunzigjähriger unermüdlicher Forschung und Weiterentwicklung hat zu dem weltweit anerkannten, einzigartigen, expeditionsbewährten und hochwertigen Faltbootsystem geführt. Dieses System zeichnet sich durch ein Höchstmaß an Kippsicherheit, Unsinkbarkeit, Leistung, Haltbarkeit und Komfort aus. Es verfügt auch über hervorragende Zusammenbau- und Zerlegbarkeitseigenschaften.

Nach einigen Schwierigkeiten konnte nun nach unzähligen Tests ein neues Klepper-Faltboot vorgestellt werden, das parallel zu den bisherigen Booten gefertigt wird und dessen Gerüst zu 100% aus Aluminium besteht, der Aerius Sprint.